Psyche bei Berufsunfähigkeit – Die unterschätzte Hauptursache
- christophwieser7
- 19. Juli 2025
- 2 Min. Lesezeit

Wenn Menschen an Berufsunfähigkeit denken, haben viele zuerst körperliche Erkrankungen im Kopf: Rückenleiden, Unfälle, Krebs.
Doch die Statistik spricht eine andere Sprache: Psychische Erkrankungen sind inzwischen der häufigste Grund für Berufsunfähigkeit in Deutschland.
Und trotzdem wird dieses Thema häufig tabuisiert oder unterschätzt. In diesem Artikel erfährst du:
warum psychische Belastungen immer häufiger zur Berufsunfähigkeit führen,
was das für deine Vorsorge bedeutet
und worauf du beim BU-Schutz besonders achten solltest.
📊 Zahlen der Berufsunfähigkeit, die nachdenklich machen
Laut aktuellen Statistiken (z. B. der Deutschen Aktuarvereinigung und diverser BU-Versicherer) gelten psychische Erkrankungen bei rund 30–35 % aller anerkannten BU-Fälle als Hauptursache – Tendenz steigend.
Die häufigsten Diagnosen dabei:
Depressionen
Burnout
Angst- und Anpassungsstörungen
Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)
Gerade bei jüngeren Menschen (20–40 Jahre) ist die Psyche bereits heute die dominierende Ursache für eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit.
💡 Warum die Psyche so stark betroffen ist
1. Steigende Anforderungen in der Arbeitswelt
Digitalisierung, ständige Erreichbarkeit, Fachkräftemangel und Leistungsdruck sorgen für immer höhere Belastung – oft ohne ausreichende Regeneration.
2. Tabuisierung & fehlende Prävention
Psychische Leiden werden noch immer zu spät erkannt und behandelt – aus Angst, Schwäche zu zeigen oder Nachteile im Beruf zu erfahren.
3. Chronische Verläufe ohne sichtbare Symptome
Anders als bei körperlichen Leiden ist die Krankheit oft nicht sichtbar – was Diagnose, Akzeptanz und Heilung zusätzlich erschwert.
⚠️ Was das für deinen BU-Schutz bedeutet
Psychische Erkrankungen sind nicht nur häufig – sie sind auch besonders schwer abzusichern, wenn man bereits betroffen ist oder war.
Viele Versicherer prüfen im Antrag:
Gab es Behandlungen durch Psychologen oder Psychotherapeuten?
Wurden Antidepressiva verschrieben?
Liegt ein Klinikaufenthalt vor?
Je nach Versicherer und Zeitspanne kann dies zu:
Risikozuschlägen
Ausschlüssen
oder sogar kompletter Ablehnung führen.
👉 Frühzeitige Absicherung – am besten in jungen Jahren und bei guter Gesundheit – ist daher entscheidend!
🛡️ Worauf du achten solltest
1. Ehrliche Gesundheitsangaben
Beim Abschluss einer BU ist eine saubere, wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen unerlässlich – besonders bei psychischen Vorerkrankungen.
2. Rückfragen klären – nicht verdrängen
Wenn du in der Vergangenheit z. B. eine depressive Episode hattest: Lass prüfen, ob und wann ein Abschluss trotzdem möglich ist – mit Unterstützung eines Fachmaklers.
3. Spezialversicherer nutzen
Es gibt Anbieter, die sich auf sensiblere Berufsgruppen oder psychische Vorerkrankungen spezialisiert haben.
4. Alternativen absichern
Wenn BU nicht möglich ist, können Grundfähigkeitsversicherung, Erwerbsunfähigkeitsversicherung oder Dread-Disease-Policen sinnvolle Alternativen bieten.
🤝 Mein Fazit als Versicherungsmakler
Die Psyche ist längst kein Randthema mehr, sondern ein zentraler Risikofaktor für die Arbeitskraft – vor allem für junge Menschen, die mitten im Leben stehen. Psychische Krankheiten sind nicht so greifbar wie physische Krankheiten - dennoch sind sie real und absolut ernst zu nehmen.
Deshalb ist es mir wichtig, meine Kundinnen und Kunden nicht nur technisch gut zu beraten, sondern auch sensibel und auf Augenhöhe. Denn Absicherung ist nicht nur eine Frage von Zahlen – sondern auch von Vertrauen.





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